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overflow

unregistriert

1

Dienstag, 3. Mai 2011, 21:52

Saitek Yoke umbauen

Vorweg, was ich schreibe, ist nur für Leute mit dem Hang zum Risiko bestimmt und mit Grantieverlust verbunden.



Mit meinem Sitek Yoke war ich eigentlich ganz zufrieden. Allerdings sind Feinkorrekturen nahe der Mittelstellung nahezu unmöglich. Wer Sitek Panels unter anderem zum Trimmen nutzt und Einhändig landen will, bekommt Probleme.
Ich bin vorher mit Stick geflogen und da war eine weitaus präzisere Kontrolle möglich.
Hauptproblem, der vertikale Federweg ist viel zu straff.

Also habe ich heute das Teil mal aufgemacht:

- umdrehen alle Schrauben entfernen, dazu zwei versenkte Schrauben am Schaft.
- wieder umdrehen und die Oberschale abnehmen, schon ist das Teil zugänglich
Bis hierhin ist es gefahrlos, weil nichts versiegelt ist.

Die Ursache ist schnell gefunden. Die vertikale Achse wird über einen Buchse in welcher der Yokeschaft läuft, über Zahnradübersetzung gesteuert. Dazu befinden sich zwei Rückholhebel auf der Buchse, die mit einer Spiralfeder ,mit starren Enden im jeweil 45° Winkel, befestigt sind und so auf dem Schaft laufen, dass sie auf Grund des Zuges und des nötigen Spaltmasses auf dem Schaft "schleifen" können. Besonders nachteilig ist, dass der Rückholhebel eine eigene Buchse besitzt die mittig zwischen den anderen Buchsen läuft und für Reibung, schlimmstenfalls für Verkantung sorgt, je stärker die Feder zieht. Dann knarrt der Yoke.
Die Feder ist beidseitig verschraubt. Die Starren Enden haben riesigen Zug, der völlig unnötig ist. Den kann man verringen, indem man die Feder auf einer Seite ausbaut (ist am Hebel verschraubt).
Nachdem man die Feder gelöst hat, kann man den starren Teil mit einer Zange um 15-20° nach innen biegen. Dann lässt sie sich leichtgängig (mit wenig Druck) wieder einhängen und hält den Yoke trotzdem korrekt in der Mittelstellung.
Numehr kann aber der Yoke auch mit kleinen Bewegungen und vor allem Einhändig, präzise wie ein Stick um die Mittelstellung völlig smooth bewegt werden.

Meiner hatte schon ab und zu geknarrt. Das ist dann auch weg und zwar ohne irgendeine Schmierung, die übrigens den Zustand nur verschlechtert.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »overflow« (3. Mai 2011, 22:07)


thomasl123 Männlich

Kofferträger

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2

Mittwoch, 1. Juni 2011, 12:12

Servus Overflow,

danke für den tollen Beitrag. Jetzt hätte ich eine Bitte!
Denkst Du es wäre möglich Fotos davon zu machen?
Vielleicht bin ich aber auch nur begriffstuzig.
Ich hab da jetzt mein Teil ebenfalls aufgeschraubt.
Meinst Du mit der Spiralfeder, die große knapp
nach dem Schaft?.

Vielen Dank im Voraus für die Info.

LG aus LOWW

Thomas
thomasl123, Mitglied im FlightXPress Forum seit Mar 2008.

tommi Männlich

Berlin

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3

Mittwoch, 1. Juni 2011, 12:49

Hy, vielen Dank für deine Anleitung!! Mich hat das schon ewig gestört, wollte aber wegen der Garantie nie was verändern.

Nun ist sie vorbei und ich muss sagen es ist echt besser mit deiner Verbesserung.

Danke
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.


overflow

unregistriert

4

Mittwoch, 1. Juni 2011, 15:38

hi thomas,
ich mein die Feder, wenn Du von vorne schaust, die nach der spirale zwei abgewinkelte Arme hat und oben und unten befestigt ist.
Kann man nicht verwechseln, die sorgt für den Schwergang und Zug. Nur oben abschrauben und mit ner Zange wie beschrieben biegen / abwinkeln, dass der Zug geringer wird. Nur soweit abwinkeln, dass sie sich relativ leicht wieder einhängen lässt und noch leichten Druck hat.
Foto leider nicht, dass Teil ist inschwischen in meinem GA-Cockpit eingebaut.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »overflow« (1. Juni 2011, 15:44)


thomasl123 Männlich

Kofferträger

Registrierungsdatum: 21. März 2008

Beiträge: 37

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5

Donnerstag, 2. Juni 2011, 04:48

Servus Overflow,

dann ist alles klar.
Super, danke für diesen Beitrag!!!!

LG Thomas
thomasl123, Mitglied im FlightXPress Forum seit Mar 2008.

fischle3 Männlich

Keine Ahnung aber überall dabei

Registrierungsdatum: 28. März 2011

Beiträge: 969

Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied

6

Dienstag, 6. September 2011, 18:23

Wollte das auch mal ausprobieren, bin aber beim Biegen der Feder gescheitert. Habe einfach das abgeschraubte Ende in die Richtung des anderen Endes gedrückt, aber wie eine Feder so ist, ist sie wieder in Normalstellung gegangen. Wie genau kann ich sie verbiegen?


Das Glück besteht nicht darin, daß du tun kannst, was du willst, sondern darin, daß du immer willst, was du tust
Leo N. Tolstoi (1828-1910), russ. Schriftsteller

Gruß,
Alex

Patrick1246

GESPERRT

Registrierungsdatum: 5. April 2010

Beiträge: 184

Abwesend
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7

Sonntag, 11. September 2011, 16:48

Hier das ganze noch bebildert, muss schon sagen, fliegt sich echt leichter.
http://sehlah.com/yoke.pdf

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